Archive by Author | Conny

……die 5. Jahreszeit ist voll im Gange

Karneval wird auf Teneriffa sehr groß geschrieben und soll nach Rio de Janeiro der größte sein.

Natürlich ist die Wahl der Königin in fast allen größeren Städten eins der vielen Highlights des Karnevals.

In Puerto de la Cruz fand diese Veranstaltung gestern statt und es wurde unter 7 Reinas del Carneval ausgewählt. Die ganzen `Comparsas`, die Tanzensembles, dürfen bei dieser Show nicht fehlen. Um diese Veranstaltung mitzumachen sollte man nachtaktiv sein.

Hier ein paar Bilder die selbstredend sind:

 

 

Neue Skulptur in Las Dehesas

Eine wunderschöne Skulptur aus komplett recycelten Gegenständen wurde am 4. Dezember von der
Loro Parque Foundation in Zusammenarbeit mit der Universität La Laguna in
Las Dehesas/Puerto de la Cruz, mitten im Kreisverkehr eingeweiht.
Eine tolle Idee um auf den Plastikmuell sowohl an Land, als auch im Meer aufmerksam zu machen. 

Der neue Busbahnhof in Puerto de la Cruz eröffnet

Es ist vollbracht:
Ab Donnerstag, den 21. November um 15 Uhr fahren alle Busse vom neuen Busbahnhof in Puerto de la Cruz ab.
Somit werden auch wir unseren Treffpunkt zu  unseren täglichen Wanderungen wieder in das Gebäude des Busbahnhofs verlegen.
Er befindet sich  auf der gleichen Strasse wie unser seitheriger Behelfsbusbahnhof,
Calle Herrmanos Fernandez Perdigon, genau gegenüber vom Supermarkt  HiperDino.

Ab 1. Dezember befindet sich unser Treffpunkt im Busbahnhof, Bussteig 5.

Ja er sieht noch etwas karg aus, genau wie die dazugehörigen Palmen. Aber wir werden ihn schon mit Leben füllen.

 

Chinamada – das Höhlendorf

Es fallen ein paar Tropfen als wir unsere knapp 10km lange Wanderung nach Chinamada auf knapp 900m Höhe am Mirador Cruz del Carmen starten. Kein Wunder, ist doch das Anaga Gebirge die Wasserkammer Teneriffas und ohne wäre die Vegetation hier nicht so üppig und grün.
1934 wurde dieser schöne Aussichtspunkt hier errichtet und dafür gab es einen Grund. Denn genau hier trafen sich schon immer alle Fusswege aus dem sehr zerklüftetetem und wenig besiedelten Anaga Gebirge – die der Guanchen, der Ureinwohner, aber insbesondere auch die der späteren Siedler, lange bevor es Straßen gab. Gangocheras, Körbträgerinnen, nannte man sie. Sie brachten ihre manchmal bis zu 100kg schweren Körbe auf dem Kopf balancierend nach La Laguna um Obst, Gemüse, Fleisch etc. zu verkaufen oder einzutauschen – barfuss. Und dabei sangen sie Lieder und schwatzten aufgeregt, froh, mal wieder unter Menschen zu sein.
Die Aussicht vom Mirador: La Laguna, die erste Hauptstadt Teneriffas mit seiner mehr als sehenswerten Altstadt, das weite Tal, geschützt an 3 seiner 4 Flanken durch Berge, die den spanischen Eroberern ab 1496 (Sicht-) Schutz u.a. vor Piraten boten, eine Ebene, bestens geeignet für Landwirtschaft und Viehzucht, und dahinter liegend ein langer Bergrücken bis hoch zum Teide, der über allem thront. Die grandiose Aussicht ist heute leicht getrübt durch den feinen Nieselregen aber nicht unsere Stimmung. Bestgelaunt machen wir uns auf den Weg in den Lorbeerwald, der jetzt einem seiner vielen Beinamen besondere Ehre macht: Märchenwald.
Die Feuchtigkeit in der Luft verleihen dem Wald ein wahrhaft märchenhaftes Flair. Das Licht ist schummrig und unwirklich, wir wandern an kreuz und quer liegenden bzw. hängenden Bäumen vorbei, die ein feuchtes Kleid aus Moosen und Flechten tragen. Die verschiedenen Grün Nuancen der Natur begeistern uns. Kaum im Wald, hört der feine Nieselregen auf. Bald schon befinden uns auf einem Höhenweg, geniessen den Blick in eine tiefe Schlucht, sehen Batán auf der anderen Seite des Barrancos und am Horizont das tiefblaue Meer. Was will ein Wanderherz mehr?
Auf schmalen Pfaden, vorbei an einer modernen Wasserauffangstation, die mit Netzen die Natur kopiert und Wolken ‚melkt‘, fühlen wir uns wie die Gangocheras und schwatzen aufgeregt …. mit dem kleinen Unterschied, dass Wanderschuhe unsere Füsse zieren und statt 100kg auf dem Kopf nur ein paar Kilos im Rucksack zu tragen sind.
Auf einem Bergrücken züchtet ein Hirte, angeblich ein Aussteiger aus La Laguna, Schafe, nicht der Wolle oder der Milch wegen …. es sind Fleischafe, die bis zu ihrem letzten Atemzug ein schönes Leben haben und eine phantastische Aussicht geniessen.
Chinamada ist greifbar nah und schneller als gedacht sind wir da. Erst seit wenigen Jahren gibt es eine Straße, Elektrizität, Warmwasser und Telefon. Zu Beginn sind die Felsenwohnungen kaum von normalen Häuschen zu unterscheiden, ein jedoch nur 1-2m tiefer Vorbau verrät, dass sich der Rest im Fels befinden muss. Meistens 2 Räume, einen Wohn- und einen Schlafraum, gibt es innen, Küche und Bad befinden sich traditionell außerhalb der Höhle. Ungefähr 19C garantieren diese in den Fels geschlagenen Höhlen sowohl im Sommer als auch im Winter. in Chinamada gibt es ca. 30 Höhlenwohnungen bei nur noch 10-12 Personen, die permament hier wohnen, viele kommen nur noch am Wochenende zurück.
Eine kleine Kapelle steht mitten im winzigen Ort und ein Restaurant, La Cueva, ebenfalls in den Fels geschlagen, bietet an 5 Tagen etwas Abwechslung für Bewohner und Wandergäste. Isolation, fehlende Infrastruktur insbesondere für Familien und alte Menschen, das harte Leben als Bauer mit kleinen, tief unten gelegenen Terrassenfeldern, haben die Menschen in die Städte flüchten lassen. Was nutzt die schönste Aussicht wenn ein Arzt im Notfall zu spät kommt, das Alter es nicht mehr zulässt, die schwer zugänglichen Felder zu bearbeiten, der nächste, gut sortierte Supermarkt 1 Stunde entfernt ist und man vereinsamt. Der Menschenschlag, der noch in Chinamada lebt, ist wohl ein Besonderer. Doch je mehr Zeit wir hier verbringen, desto romantischer erscheint uns dieser hübsche, ruhige Ort. Vielleicht könnte ich mal ein Wochenende oder sogar eine Woche zum Entspannen und Entschleunigen hier verbringen? Der Gedanke erscheint immer verlockender …..
Die letzten 2km nach Las Carboneras vergehen wie im Flug und bieten einen weiteren Barranco mit tief gelegenen, teilweise verwilderten Terrassenfeldern, altmodischen aber immer noch funktionierenden Lastenaufzügen, natürlichen Höhlen, die sicherlich schon den Guanchen als Wohn- oder Grabhöhle dienten und eine imponierende Natur und Bergwelt.
Bei kanarischem Essen und Wein lassen wir eine abwechslungsreiche und beeindruckende Wanderung ausklingen.

Titsa bringt uns zurück in eine ganz andere Welt und mit etwas Wehmut denken wir zurück an die Idylle in Chinamada.

 

Verfasser: Petra

 

Die 3 Windmühlen

Nachdem wir schon oft zwischen Kiefern und Lava gewandert sind, das Anaga Gebirge mit einmaligen Aussichten in tiefe Schluchten erkundet haben, dürstete es uns heute nach etwas anderem. Wir hatten gelesen, dass es in Santa Cruz noch 3 halbwegs gut erhaltene Windmühlen gibt. Also machten wir uns auf die Suche!

Molino de Barranco Grande:

Schon seit 1898 steht sie hier und schaut auf das Meer zu ihren Füßen und Gran Canaria. 2010 investierte die Stadt Santa Cruz stattliche €400.000 …. allerdings wurde das Geld nicht in eine hübsche Grünanlage zum Verweilen und Genießen investiert sondern in viel Beton um die Windmühle herum. Die aufgestellten Sitzbänke wirken wenig einladend. Die 15 aufgestellten Informationstafeln wurden bereits kurze Zeit später gestohlen, ebenso die Kupferkabel für die Beleuchtung. Wer macht so etwas? Die Ruine beeindruckt dennoch und eröffnet einen schönen Blick in das Innere einer Windmühle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Molino de Cuevas Blancas:

Nur 2km entfernt auf dem Abstellplatz eines Baustoffhandels zwischen Schrott und verrosteten Containern steht die vermutlich best erhaltene Windmühle in Santa Cruz. Das Treppchen außen führt hoch zu einer Tür, an welcher der Müller damals das gemahlene Mehl an seine Kunden übergab. Auf Bodenniveau gibt es eine weitere Tür – dort befand sich das Lager und der Schlafplatz des Müllers. Mag praktisch sein aber das Leben eines Müllers war sicher kein Zuckerschlecken. Das Besondere dieser Windmühle: der Kopf ist drehbar, damit die Windflügel je nach Windrichtung ausgerichtet werden konnten. Zuletzt 1974 repariert, fristet diese halbwegs intakt aussehende Windmühle trotz der fehlenden Windflügel weiterhin ein trauriges Leben auf dem Bauhof.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Molino de Llano del Moro:

Wiederum nur wenige Kilometer entfernt und weit oberhalb von Santa Cruz, steht die dritte Windmühle. Hier darf man – leider zu Recht – von einer Ruine sprechen, auch wenn das Morbide dieser Windmühle durchaus seinen Reiz auf uns ausübt. Es steht nur noch der Baukörper. Die dicken Aussenmauern trotzten sicher so manchem Unwetter, konnten aber nichts ausrichten gegen Vandalismus und Zerstörungswut. Zu guter Letzt brach das Dach ein. Im Inneren verkommen zu einem Müllabladeplatz weist aber auch sie eine Besonderheit auf: der Müller schlief nicht in der Windmühle sondern im 10m entfernten Haus, welches kaum besser erhalten ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle 3 Windmühlen wurden schon vor vielen Jahren in die Liste der Nationen Kulturgüter aufgenommen. Leider hat die Stadt entweder andere Prioritäten oder, was wahrscheinlicher ist, es fehlt am Geld. Wir hatten trotz des teilweise heruntergekommenen Aussehens viel Freude daran, diese beeindruckenden Zeugen aus der Vergangenheit zu suchen und zu finden. Eine jede Windmühle war seine kurze Reise wert!

 

Afur – eine Wanderung durch verwunschenes Land – unsere Tour Nr. 13

Wir starten kurz hinter dem Mirador Cruz del Carmen. Zuerst wandeln wir auf einem alten Weg, der später zum Mirador Pico del Ingles führt. Wir erhaschen kurze Blicke in den tiefen Barranco von Afur, in welchem sich der gleichnamige Weiler Afur, unser heutiges Ziel, noch vor unseren Blicken verborgen hält. Abwechselnd bestaunen wir auch den Barranco auf der anderen Seite des Anaga Gebirges, denn wir bewegen uns – noch – auf einem Bergrücken. In der Ferne sehen wir den Hafen von Santa Cruz und bei klarer Sicht auch die Silhouette Gran Canarias.

Dann tauchen wir ab auf schmalen Pfaden in den verwunschenen Lorbeerwald. Es fehlen nur noch Feen und Trolle. Stetig bergab geht es vorbei an versteckten Gärten, die immer noch in mühsamer Handarbeit bewirtschaftet werden, denn Maschinen können auf diesen kleinen Terrassenfeldern nicht eingesetzt werden. Wir atmen den Duft des Nebelwaldes ein, erfreuen uns am Moos auf den Bäumen und unzähligen Farnen. Blätter und kleine Äste rascheln leise unter unseren Wanderschuhen.

Am Roque Negro machen wir einen kurze Pause im gleichnamigen Weiler. An den steilen Hängen des „Schwarzen Berges“ sieht man an manchen Tagen mutige Kletterer an und in Seilen hängen. Doch uns fesselt etwas anderes: das Panorama vor uns! Der Barranco von Afur öffnet sich vor uns und endet nach insgesamt 7km im Atlantik am Playa Tamadiste. Und noch etwas zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich: der idyllische Roque Alonso mit seinen Felsenwohnungen. Wenig später steht er schon vor uns und wir machen einen kleinen Abstecher in die Höhlen, die schon seit langer Zeit unbewohnt sind. Klein aber Fein? Passt nicht ganz …. aber der Charme des Morbiden verfehlt auch auf uns seine Wirkung nicht.

Wenig später liegt der kleine Weiler Afur in Sichtweite vor uns: mehr Häuser als permanente Bewohner und eine Bar der besonderen Art. Viele kommen nur noch am Wochenende hier hin um sich um Obstbäume, Gemüsefelder und Weinreben zu kümmern. Unmittelbar vor Afur queren wir einen im August noch trockenen Bachlauf und fragen uns, wie mag es hier wohl im Winter aussehen.

Wir haben Glück: die total urige Bar von José, gefüllt mit so mancher Kuriosität in seinen Regalen, ist geöffnet und ein wahrer Augenschmaus! Bei Wein und Ziegenkäse geniessen wir das kleine Paradies, welches sich José, immerhin schon um die 80, hier geschaffen hat.
Und egal wohin wir draußen auf seiner kleinen Terrasse blicken, das Anaga Gebirge mit seinen schroffen Gipfeln nimmt uns gefangen. Gerne würden wir bleiben. Die Ruhe an diesem idyllischen Ort ist betörend und die Landschaft hat uns sowieso schon längst für sich eingenommen.

Auf zur Fortaleza in den Teide Nationalpark `Neue Tour`

Diese neue Wanderung führt uns in eine bisher weniger beachtete Ecke des Teide Nationalparks auf gut 2.000m Höhe. Der erste Weg führt uns jedoch ins Besucherzentrum Portillo und wir starten mit einem sehr kurzweiligen Film über die Entstehung Teneriffas. Die richtige Einstimmung auf das, was jetzt folgt – die 15 min sind bestens investiert. Wenig später befinden wir uns schon auf dem Sendero 1 Richtung Fortaleza, was übersetzt Festung bedeutet. Anfangs steuern wir noch auf Teide und Montaña Blanca zu, zwei sehr beeindruckende und doch so unterschiedliche Vulkane. Doch schon bald biegt der Weg leicht nach rechts ab und unübersehbar nähern wir uns dem riesigen, übrig gebliebenen Fragment der ehemaligen Nordwand des Kraters. Mit 2.164m thront die Fortaleza über einer weitläufigen Ebene aus feinkörnigem Bimsstein, Überbleibsel des letzten Ausbruchs der Montaña Blanca. Kein Wunder, dass diese Felsformation Festung genannt wird … sie erscheint mächtig und unbezwingbar aber dem ist nicht so. Ein kleiner Pfad schlängelt sich an einem Kapellchen vorbei auf das Hochplateau – auf dem Rückweg werden wir ihr einen kurzen Besuch abstatten. Wir bleiben vorerst auf unserem Weg und gehen auf schmalen Pfaden im leichten Auf und Ab vorbei an alten Vulkanschloten, Lava und der vertrauten Flora. Mit sehr viel Glück kann man hier oben auf Mufflons treffen, Wildschafe, die in den 70er Jahren als Jagdwild ausgesetzt wurden und die sich hier pudelwohl fühlen – außer wenn Jagdsaison ist. Greifvögel wie Falke und Mäusebussard sind häufiger zu beobachten.
Längs der Fortaleza sehen wir jetzt im August Hunderte verblühter Tajinasten. Wir bekommen eine Ahnung davon, wie schön es hier im Mai / Juni ist, wenn der „Stolz Teneriffas“, denn so wird der Rote Natternkopf auch genannt, blüht! Zum Rot gesellen sich im Frühling das Weiß des Teide Ginster, das Gelb von Teide Rauke und Drüsenfrucht und manch’ anderer Farbtupfer.
Dann ist das Ende des Weges längst der Festung erreicht und vor uns öffnet sich bei klarer Sicht ein tolles Panorama: fast der komplette Nordwesten der Insel liegt uns zu Füßen und La Palma erhebt sich am Horizont aus dem Meer. Doch auch der Blick auf ein schier endloses Wolkenmeer hat von hier oben seinen Reiz. Wir genießen die schöne Aussicht und diese außerordentliche Ruhe in dieser Abgeschiedenheit. Umgeben von max. 3 Millionen Jahre alter Erdgeschichte vergessen wir alles um uns herum und würden nur zu gerne länger hier verweilen. Nur ungern trennen wir uns aber der Weg zurück, das Kapellchen und die Vorfreude auf einen Corrado oder ein Glas Vino locken.

Tegueste – Genuss pur in einer traditionellen Guachinche `Neue Tour!`

Tegueste – Genuss pur in einer traditionellen Guachinche

Auf in neue Gefilde! Wir starten unsere NEUE Wanderung an einer alten Gofio Windmühle in Portezuelo, die schon vor langer Zeit Mahlwerk und Windflügel verlor. Der kleine Ort liegt am oberen Rand eines großen Tales, in dem sich auch unser Ziel befindet, eine traditionelle Guachinche, aber dazu später mehr. Anfangs folgen wir noch einem Wanderweg, der uns schon bald aus dem Ort hinaus auf ein nahegelegenes Hochplateau führt. Was uns da erwartet, lässt unser Herz schneller schlagen: intensive Farben halten unseren Blick gefangen. Weinberge und Landwirtschaft spenden das satte Grün. Das Blau von Himmel und Meer bilden dazu einen wunderschönen Kontrast. Kleine Ortschaften und Vulkane, hier und da versprengt im Tal, runden das harmonische Bild ab. Nicht weit entfernt, hinter Tegueste, dominiert ein heiliger Tafelberg der Guanchen, der Mesa de Tejina, die Landschaft und überragt alles. Hier wurde erst vor wenigen Jahren auf 620m Höhe ein großes Höhlensystem der Guanchen, der Ureinwohner Teneriffas, entdeckt. Wer genau hier lebte, ist noch nicht ganz klar. Waren es normale Wohnhöhlen oder befand sich hier eines der Höhlenklöster, die immer abseits der Gemeinschaft lagen? In ihnen sollen sich Jungfrauen 1 Jahr in der Abgeschiedenheit ihrem Gott gewidmet haben, weise Frauen bereiteten die Jungfrauen auf ihr Eheleben mit Adeligen oder sogar einem Mencey, einem Fürst oder König der Guanchen, vor. Wir sind gespannt, was Wissenschafter und Archäologen herausfinden.
Der weitere Weg führt uns vorbei an zahllosen Reihen von Weinreben. Jetzt, im August, locken dunkle, pralle Weintrauben aber auch wenn es ein Leichtes wäre …. wir warten lieber auf den neuen Rotwein, den es schon bald geben wird.
Die große Ebene ist auch von Landwirtschaft geprägt ist. Möhren, Lauch, Zwiebel, Avocados … so langsam regt sich der Appetit in uns und das ist auch gut so, denn wir nähern uns langsam unserem Ziel. Guachinche verkündet das Schild und das lockt mittlerweile nicht nur Einheimische hierhin. Einer langen Tradition folgend, wird hier, direkt vom Winzer, nur der eigene Wein und typisch kanarische Küche angeboten,
vergleichbar mit unseren Straussen- oder Besenwirtschaften.
Genuss pur – lasst Euch überraschen!