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Afur – eine Wanderung durch verwunschenes Land – unsere Tour Nr. 13

Wir starten kurz hinter dem Mirador Cruz del Carmen. Zuerst wandeln wir auf einem alten Weg, der später zum Mirador Pico del Ingles führt. Wir erhaschen kurze Blicke in den tiefen Barranco von Afur, in welchem sich der gleichnamige Weiler Afur, unser heutiges Ziel, noch vor unseren Blicken verborgen hält. Abwechselnd bestaunen wir auch den Barranco auf der anderen Seite des Anaga Gebirges, denn wir bewegen uns – noch – auf einem Bergrücken. In der Ferne sehen wir den Hafen von Santa Cruz und bei klarer Sicht auch die Silhouette Gran Canarias.

Dann tauchen wir ab auf schmalen Pfaden in den verwunschenen Lorbeerwald. Es fehlen nur noch Feen und Trolle. Stetig bergab geht es vorbei an versteckten Gärten, die immer noch in mühsamer Handarbeit bewirtschaftet werden, denn Maschinen können auf diesen kleinen Terrassenfeldern nicht eingesetzt werden. Wir atmen den Duft des Nebelwaldes ein, erfreuen uns am Moos auf den Bäumen und unzähligen Farnen. Blätter und kleine Äste rascheln leise unter unseren Wanderschuhen.

Am Roque Negro machen wir einen kurze Pause im gleichnamigen Weiler. An den steilen Hängen des „Schwarzen Berges“ sieht man an manchen Tagen mutige Kletterer an und in Seilen hängen. Doch uns fesselt etwas anderes: das Panorama vor uns! Der Barranco von Afur öffnet sich vor uns und endet nach insgesamt 7km im Atlantik am Playa Tamadiste. Und noch etwas zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich: der idyllische Roque Alonso mit seinen Felsenwohnungen. Wenig später steht er schon vor uns und wir machen einen kleinen Abstecher in die Höhlen, die schon seit langer Zeit unbewohnt sind. Klein aber Fein? Passt nicht ganz …. aber der Charme des Morbiden verfehlt auch auf uns seine Wirkung nicht.

Wenig später liegt der kleine Weiler Afur in Sichtweite vor uns: mehr Häuser als permanente Bewohner und eine Bar der besonderen Art. Viele kommen nur noch am Wochenende hier hin um sich um Obstbäume, Gemüsefelder und Weinreben zu kümmern. Unmittelbar vor Afur queren wir einen im August noch trockenen Bachlauf und fragen uns, wie mag es hier wohl im Winter aussehen.

Wir haben Glück: die total urige Bar von José, gefüllt mit so mancher Kuriosität in seinen Regalen, ist geöffnet und ein wahrer Augenschmaus! Bei Wein und Ziegenkäse geniessen wir das kleine Paradies, welches sich José, immerhin schon um die 80, hier geschaffen hat.
Und egal wohin wir draußen auf seiner kleinen Terrasse blicken, das Anaga Gebirge mit seinen schroffen Gipfeln nimmt uns gefangen. Gerne würden wir bleiben. Die Ruhe an diesem idyllischen Ort ist betörend und die Landschaft hat uns sowieso schon längst für sich eingenommen.

Auf zur Fortaleza in den Teide Nationalpark `Neue Tour`

Diese neue Wanderung führt uns in eine bisher weniger beachtete Ecke des Teide Nationalparks auf gut 2.000m Höhe. Der erste Weg führt uns jedoch ins Besucherzentrum Portillo und wir starten mit einem sehr kurzweiligen Film über die Entstehung Teneriffas. Die richtige Einstimmung auf das, was jetzt folgt – die 15 min sind bestens investiert. Wenig später befinden wir uns schon auf dem Sendero 1 Richtung Fortaleza, was übersetzt Festung bedeutet. Anfangs steuern wir noch auf Teide und Montaña Blanca zu, zwei sehr beeindruckende und doch so unterschiedliche Vulkane. Doch schon bald biegt der Weg leicht nach rechts ab und unübersehbar nähern wir uns dem riesigen, übrig gebliebenen Fragment der ehemaligen Nordwand des Kraters. Mit 2.164m thront die Fortaleza über einer weitläufigen Ebene aus feinkörnigem Bimsstein, Überbleibsel des letzten Ausbruchs der Montaña Blanca. Kein Wunder, dass diese Felsformation Festung genannt wird … sie erscheint mächtig und unbezwingbar aber dem ist nicht so. Ein kleiner Pfad schlängelt sich an einem Kapellchen vorbei auf das Hochplateau – auf dem Rückweg werden wir ihr einen kurzen Besuch abstatten. Wir bleiben vorerst auf unserem Weg und gehen auf schmalen Pfaden im leichten Auf und Ab vorbei an alten Vulkanschloten, Lava und der vertrauten Flora. Mit sehr viel Glück kann man hier oben auf Mufflons treffen, Wildschafe, die in den 70er Jahren als Jagdwild ausgesetzt wurden und die sich hier pudelwohl fühlen – außer wenn Jagdsaison ist. Greifvögel wie Falke und Mäusebussard sind häufiger zu beobachten.
Längs der Fortaleza sehen wir jetzt im August Hunderte verblühter Tajinasten. Wir bekommen eine Ahnung davon, wie schön es hier im Mai / Juni ist, wenn der „Stolz Teneriffas“, denn so wird der Rote Natternkopf auch genannt, blüht! Zum Rot gesellen sich im Frühling das Weiß des Teide Ginster, das Gelb von Teide Rauke und Drüsenfrucht und manch’ anderer Farbtupfer.
Dann ist das Ende des Weges längst der Festung erreicht und vor uns öffnet sich bei klarer Sicht ein tolles Panorama: fast der komplette Nordwesten der Insel liegt uns zu Füßen und La Palma erhebt sich am Horizont aus dem Meer. Doch auch der Blick auf ein schier endloses Wolkenmeer hat von hier oben seinen Reiz. Wir genießen die schöne Aussicht und diese außerordentliche Ruhe in dieser Abgeschiedenheit. Umgeben von max. 3 Millionen Jahre alter Erdgeschichte vergessen wir alles um uns herum und würden nur zu gerne länger hier verweilen. Nur ungern trennen wir uns aber der Weg zurück, das Kapellchen und die Vorfreude auf einen Corrado oder ein Glas Vino locken.

Tegueste – Genuss pur in einer traditionellen Guachinche `Neue Tour!`

Tegueste – Genuss pur in einer traditionellen Guachinche

Auf in neue Gefilde! Wir starten unsere NEUE Wanderung an einer alten Gofio Windmühle in Portezuelo, die schon vor langer Zeit Mahlwerk und Windflügel verlor. Der kleine Ort liegt am oberen Rand eines großen Tales, in dem sich auch unser Ziel befindet, eine traditionelle Guachinche, aber dazu später mehr. Anfangs folgen wir noch einem Wanderweg, der uns schon bald aus dem Ort hinaus auf ein nahegelegenes Hochplateau führt. Was uns da erwartet, lässt unser Herz schneller schlagen: intensive Farben halten unseren Blick gefangen. Weinberge und Landwirtschaft spenden das satte Grün. Das Blau von Himmel und Meer bilden dazu einen wunderschönen Kontrast. Kleine Ortschaften und Vulkane, hier und da versprengt im Tal, runden das harmonische Bild ab. Nicht weit entfernt, hinter Tegueste, dominiert ein heiliger Tafelberg der Guanchen, der Mesa de Tejina, die Landschaft und überragt alles. Hier wurde erst vor wenigen Jahren auf 620m Höhe ein großes Höhlensystem der Guanchen, der Ureinwohner Teneriffas, entdeckt. Wer genau hier lebte, ist noch nicht ganz klar. Waren es normale Wohnhöhlen oder befand sich hier eines der Höhlenklöster, die immer abseits der Gemeinschaft lagen? In ihnen sollen sich Jungfrauen 1 Jahr in der Abgeschiedenheit ihrem Gott gewidmet haben, weise Frauen bereiteten die Jungfrauen auf ihr Eheleben mit Adeligen oder sogar einem Mencey, einem Fürst oder König der Guanchen, vor. Wir sind gespannt, was Wissenschafter und Archäologen herausfinden.
Der weitere Weg führt uns vorbei an zahllosen Reihen von Weinreben. Jetzt, im August, locken dunkle, pralle Weintrauben aber auch wenn es ein Leichtes wäre …. wir warten lieber auf den neuen Rotwein, den es schon bald geben wird.
Die große Ebene ist auch von Landwirtschaft geprägt ist. Möhren, Lauch, Zwiebel, Avocados … so langsam regt sich der Appetit in uns und das ist auch gut so, denn wir nähern uns langsam unserem Ziel. Guachinche verkündet das Schild und das lockt mittlerweile nicht nur Einheimische hierhin. Einer langen Tradition folgend, wird hier, direkt vom Winzer, nur der eigene Wein und typisch kanarische Küche angeboten,
vergleichbar mit unseren Straussen- oder Besenwirtschaften.
Genuss pur – lasst Euch überraschen!

…..unser neuer Flyer ab September ist für Sie da…..

Druckfrisch! Für alle, die sich schon vorab informieren wollen, hier unser neuer Flyer ab September bis  November 2019.

Wir freuen uns auf Sie!

folleto Sep – Nov 19

Oder schauen Sie in unsere monatlichen Termine

SEPTEMBER | OKTOBER | NOVEMBER

Die besten Grüße von der Insel,

Conny und Team

7 (Vulkane) auf einen Streich

Der Tag beginnt verheißungsvoll: wo sonst schon mal gerne auf 1.000m Wolken hängen, scheint die Sonne vom blauen Himmel.

Die kurze Wartezeit beim Umsteigen in Icod de los Vinos nutzen wir für einen Besuch beim Drago Milenario. Humboldt hatte sich mit einem geschätzten Alter von 1.000 Jahren ziemlich vertan, 400-500 Jahre sind realistischer, so oder so sind wir beeindruckt.

In der Nähe von Los Llanos geht es in den Kiefernwald. Vorbei an einem idyllisch gelegenen Grillplatz mitten im Wald gehen wir stetig leicht bergauf.

Die verkohlten Borken vieler Kiefern sind ein Überbleibsel der Waldbrände in 2007 und 2012, schon 3 Monate nach dem Brand trieben die Kiefern wieder aus. Wir wandern vorbei an Bäumen, in denen lange Bartflechten dem Wald ein märchenhaftes Aussehen verleihen. Der Weg ist weich und knirscht unter unseren Wanderschuhen, denn schwarzer Lavagrus und Kiefernnadeln liegen überall. Seidiger Hornklee und Drüsenfrucht verleihen dem Wald gelbe, Zistrosen und Federkopf rosa Farbtupfer.

 

 

 

 

Dann steht ER vor uns, unscheinbar und doch wunderschön, seine Spitze mit 1.408m, liegt nur knapp 100m über uns, der Vulkan Garachico, oft auch Negro oder Trevejo genannt. Man traut ihm gar nicht zu, dass er 1706 mit seinem Ausbruch das reiche Garachico, den damals wichtigsten Handelshafen der Insel, zerstörte.

Vom Hochplateau aus haben wir zudem einen phantastischen Ausblick auf das Teidemassiv. Teide und Pico Viejo thronen majestätisch über allem. Ach, könnten sie nur reden …. sie würden uns sicher viele interessante Dinge erzählen.

Unser Blick streift über die vielen anderen Vulkane in unmittelbarer Nähe, teilweise schon bewaldet, die „Jüngeren“ noch ohne jegliche Vegetation.

7 Vulkane? Es sind sehr viel mehr als nur 7 Vulkane! Vor langer Zeit formten diese Ausbrüche die Insel, tuen es sogar heute noch ab und an, zuletzt 1909 der Chinyero, und brachten Zerstörung für Mensch und Natur.

Langsam wandern wir auf schönen Forstwegen abwärts. Wie erblicken das mächtige Teno-Gebirge, in der Ferne La Gomera, La Palma und die Straße, die sich im Zickzack hoch nach Masca schlängelt, welches versteckt auf der anderen Bergseite liegt.

Nur ungern trennen wir uns von dem Anblick aber die Zivilisation naht. In Los Llanos wartet eine kleine Einkehr auf uns und Titsa bringt uns sicher nach Hause.

Küstenwanderung Costa El Sauzal

 

Nicht weit weg von Puerto de la Cruz und doch hat man das Gefühl, man befindet sich im sonnigen und trockenen Süden der Insel.
Ein sehr steiles und kurviges Strässchen führt an die wilde und felsige Küste der Costa El Sauzal. Am Parkplatz beginnt der nur knapp 4km lange Wanderweg direkt an der Küste. Der steile Hang über dem gepflasterten Weg erscheint zuerst etwas kahl, längst haben sich Wolfsmilchgewächse, Margarite, Ampfer, Hornklee, Baumschlinge etc. das Terrain erobert.

Dort, wo heute alles blüht, standen früher 400 illegal errichtete Hütten und Häuser, die alle abgerissen wurden.

Unweit der Felsen, die nur von weit oben einem Krokodil ähneln, liegt ein Flugzeug im Meer und erinnert an ein Flugzeugunglück 1966. Es ist lokalen Fischern zu verdanken, dass fast alle Insassen des Spantax Fluges die Notwasserung überlebten.

Die wilde felsige Küste überrascht immer wieder mit kleinen Badebuchten und Felsenhöhlen, die früher sicher bewohnt waren, und lädt zum Picknick ein. Eine phantastische Aussicht genießt man überall und in der weiten Ferne sieht man sogar Puerto.

Aus luftiger Höhe im nahegelegenen Aussichtscafé im Parque Los Lavaderos erkennt man dann schließlich auch das Krokodil und genießt diesen herrlichen Ausblick auf die wilde Küste bei einem kühlen Drink oder kleinen Snacks.

Auditorio Santa Cruz de Tenerife

Urlaub auf Kultur und Musik verzichten? Sozusagen ‚um die Ecke‘ in Santa Cruz, direkt am Meer gelegen und nur 5-10 Gehminuten vom Busbahnhof entfernt, haben wir ein extravagantes Konzerthaus, kurz Auditorio genannt.

Klassische Konzerte, Opern, Orgelkonzerte etc. … hier wird alles geboten, was ein kulturell interessiertes Herz höher schlagen lässt.

2003 eröffnet, bietet der grosse Saal eine beeindruckende Akustik und Platz für knapp 1.700 Personen. Millionen Bruchstücke weißer Kacheln verleihen dem Gebäude seine strahlende Wirkung.

Wer sich im Auditorio nicht nur musikalisch sondern auch kulinarisch verwöhnen möchte, genießt vorher noch ein Glas Wein oder ein leckeres Essen – mit Meerblick.

Weitere Informationen über auditoriodetenerife.com

Ganz viel Spaß.

Heidis Wanderclub

Panoramatour

Unser Panoramaweg führt uns ins Tenogebirge. Perfektes Wetter, eine tolle Truppe und eine Aussicht, die kaum zu überbieten ist.
Wir starten mit einem wunderschönen Blick auf Teide und Pico Vieijo, im Vordergrund tummeln sich weitere Vulkane.
Im Loorbeerwald faszinieren uns Moose und Flechten, einfach märchenhaft..
Nicht nur Zistrosen und Zistrosenwürger setzen farbliche Akzente, wir sind begeistert … und wir haben noch mehr Glück: sowohl La Gomera als auch La Palma können wir gut sehen.

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Feliz Navidad

Liebe Wanderfreunde!

Puerto de la Cruz ist in ein rot-weißes Kleid aus tausenden von Weihnachtssternen getaucht. So mancher Kreisverkehr beherbergt lebensgroß die Heiligen Drei Könige
und kaum eine Promenade, die nicht mit Lichterketten geschmückt wurde.
Keine Frage – die Zeichen stehen auch hier in Teneriffa auf Weihnachten. Und das bei überaus angenehmen 24°C und strahlend-blauem Himmel.

Wir haben gerade bestes Wanderwetter und freuen uns über die vielen Stammgäste, die um diese Jahreszeit dem kalten Deutschland den Rücken kehren und hier auf der Insel noch eine extra Portion Sonne tanken.

Die Natur nimmt langsam Fahrt auf. Es ist jetzt schon besonders grün und die nächsten Wochen und Monate wird sich die Insel in ein buntes Blüten- und Farbenmeer wandeln.

Liebe Gäste – wir wünschen Ihnen ein entspanntes und vor allem friedliches Weihnachtsfest.
Wir freuen uns darauf, Sie auch in 2019 wieder auf Teneriffa zu begrüßen.

Bis dahin – bleibt gesund und munter.
Feliz Navidad y un Prospero Año Nuevo
Eure Conny & Team